Detox your mind - 7 kleine Schritte

Aktualisiert: 30. Dez 2020

Hattest Du in diesem Jahr auch öfter das Gefühl, dass Dir alles zu viel ist und Du garnicht weißt, was Du zuerst denken oder machen sollst? Sicherlich war das Jahr 2020 in vieler Hinsicht anders als die Jahre zuvor und sehr anders als wir es uns zu Silvester vorgestellt haben. Aber wenn ich ehrlich bin, war es nicht das erste Jahr, in dem ich meinem eigenen Tempo nicht so recht hinterher kam. Welchen Dingen renne ich eigentlich die ganze Zeit nach? Welche Aufgaben setze ich mir selber, die den Tag so übervoll machen und was kann ich machen, damit sich mein Leben nicht wie in einem Zeitraffer anfühlt? Ich schaue oft meine Kinder an und frage mich, wo die Zeit nur geblieben ist. Dann frage ich mich, warum ich in vielen Dingen auf der Stelle trete, wenn doch alles um mich herum rennt? Wie schaffe ich es, mein Leben zu verlangsamen? Und wie schaffe ich dadurch Freiraum, die Dinge umzusetzen, die mir wirklich am Herzen liegen? Ohne den Anspruch darauf, dass ich das alles super toll mache, habe ich ein paar Punkte notiert, die ich für mich nun besser im Blick behalte. Ich möchte dies gerne mit Dir teilen, weil ich denke, dass es eigentlich für uns alle dieselben Dinge sind, die uns unter völliger Reizüberflutung in den Autopilot schalten lassen. Versteht mich nicht falsch, der Autopilot ist für vieles sehr nützlich. Wir sollten nur sichergehen, dass er richtig programmiert ist. Wie viele andere Menschen nutze ich dafür den Wechsel des Jahres.

Ich verschreibe mir selbst ein mentales Detox um mehr Zeit für Dinge zu haben, die mir wichtig sind. Das gibt mir die Möglichkeit den Moment intensiver zu leben und schafft Freiraum für Kreativität. Die wiederum ist die Abkürzung zur Erfüllung meiner Ziele.



  1. Verstehe, wo Deine Zeit ist: Falls Du das Gefühl hast, die ganze Zeit getrieben zu sein, kannst Du Dir einmal überlegen, welches die Sachen sind, die Dich durch Dein Leben hetzen. Geh einmal gedanklich durch Deinen Tag. Vielleicht schreibst Du Dir für eine Woche sogar mal auf, was Du so machst. Du wirst überrascht sein, welche Zeitfresser Du finden wirst. Welche Dinge bringen Dir Erfüllung, welche nicht? Welche haben keinen positiven Effekt auf Dein Leben?

  2. Nein sagen: lerne Nein zu sagen, wenn Du das Gefühl hast Zeit auf Dinge zu verwenden, die Du lieber für etwas anderes frei hättest. Welche Dinge machst Du für andere und möchtest es eigentlich gar nicht? Hättest Du die Zeit eigentlich gebraucht um Deine Batterien wieder zu laden? Und wie bist Du zu Dir selbst? Lädst Du Dir Deine To-Do-Liste extra voll und überforderst Dich damit? Lerne nein zu sagen.

  3. Zeit in der Natur verbringen: Es ist so simpel und doch so wirkungsvoll. Mach den Schritt nach draußen und kümmere Dich um Deine tägliche Dosis Natur. Das gibt Dir Kraft, klärt die Gedanken und vielleicht sogar die Atemwege.

  4. Zeit offline einplanen: Das solltest Du wörtlich nehmen. Viele Menschen verbringen sehr viel mehr Zeit online, als sie sich bewusst sind. Kennst Du die Bildschirmstatistik Deines Handys? Wieviel zusätzliche Zeit verbringst Du am Notepad oder Deinem Rechner? Mache Dir im ersten Schritt die Dichte Deines Medienkonsums bewusst. Vielleicht möchtest Du die Arbeitszeit rausrechnen, aber die Zeit in Netflix dafür mit aufnehmen? Fühlst Du Dich ausgewogen zwischen Deinem analogen und Deinem digitalen Leben? Falls nicht, plane 1-2 Stunden analog zusätzlich in Deinen Tag.

  5. Meditieren: Kannst Du so oft und solange Du möchtest. Ich meditiere morgens. 20 Minuten passen gut in meinen Tag und geben mir die Erdung, Ruhe, Ausrichtung, Fokus und Kraft, die ich brauche um das, was ich mir täglich vornehme, gelassen anzugehen. Es ist auch sehr regenerierend mit einer schönen Meditation in den Schlaf zu gehen. Wichtig ist, dass Du das Handy (von dem Du die Meditation vielleicht hörst), dann wirklich ausmachst und nicht noch schnell Deine Emails oder Social Media Profile checkst. Ob Du für die Meditationen - morgens, zwischendurch oder abends - eine Anleitung brauchst, fühlst Du am besten selbst. Ich habe lange mit Anleitung meditiert, habe aber immer mal wieder das Bedürfnis mich auf meine ganz eigene Reise in meine innere Welt zu begeben, die niemand anleiten kann. Falls Du gerne angeleitete Meditationen hörst, kannst Du die Morgen-Meditation mit Monika ausprobieren.

  6. Gedanken aufschreiben: Ich habe lange nicht die Zeit aufgebracht, meine Gedanken aufzuschreiben. Ich dachte, dass ich ja sowieso weiß, was ich denke und das Aufschreiben meiner Gedanken unnötige Zeitverschwendung wäre. Tatsächlich spare ich aber an vielen Stellen Zeit, weil ich durch das Aufschreiben - besonders nach der Meditation - einen ganz klaren Fokus, eine starke Intention und meistens auch bereits einen detaillierten Arbeitsplan entwerfe, den ich dann relativ zügig umsetzen kann. Ich lasse mich dadurch weniger von Details oder noise (Dinge die passieren) ablenken. Wir haben oft die Angewohnheit sofort auf noise zu reagieren. Das sind Kleinigkeiten, von denen täglich mehrere Dutzend an uns herantreten und unsere Aufmerksamkeit wünschen. Wenn ich mir morgens meine Gedanken und mein Ziel für den Tag aufschreibe, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass diese Ablenkungen nicht meinen Tag bestimmen und ich am Ende des Tages tatsächlich das umgesetzt habe, was ich mir morgens vorgenommen habe.

  7. Zeit für Dich blocken: Wir haben jeden Tag eine bestimmte Menge an Zeit und Energie. Ein Teil davon sollte darauf verwendet werden, unsere Gesundheit und Lebenskraft zu erhalten. Welche Routinen geben Dir Kraft? Wieviel Zeit brauchst Du für diese? Blockiere Dir diese Zeit in Deinem Kalender. Täglich. Sei nicht geizig mit Dir selbst. Die Zeit für Dich ist da. Du musst sie Dir nur vor allem anderen nehmen. Du bist die wichtigste Person in Deinem Leben.


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